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Kirchengeschichte

Hier hören Sie Glockengeläut der Adelsberger Kirche.
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Zentrale Bedeutung für das Gemeindeleben hat die Kirche. Das Jahr der Erbauung der Kirche von Adelsberg läßt sich nur schwer ermitteln, da 1569 durch einen Brand Unterlagen und Urkunden vernichtet wurden. Nach diesem Brand begann sofort der Bau einer neuen Kirche, die 1570 fertiggestellt war. Der Taufstein ist 1611 von einem Nickel Weicher gestiftet worden. 1723 baute man eine neue Orgel mit 8 Registern in die Kirche ein, von David Hausdörfer, Orgelbauer in Schwarzenberg, gefertigt. 1732 erfolgte ein grundlegender innerer Umbau der Kirche.

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1839 bekam die Kirche die Orgel (Anm.: Hinweise – bspw. in der Sächsischen Kirchengalerie – nachdem sich die Orgel bereits seit 1837 in der Kirche befindet, sind nach neuesten Forschungen falsch) und Kanzel, die jetzt noch den Bau zieren. Die Orgel von Johann Gottlob Mende, besitzt trotz nur einen Manuales eine besondere Klangschönheit. 1893 erfolgte die erste umfangreiche Restaurierung dieser Orgel. 1895 wurde das Licht und 1899 die Heizung eingebaut. 1934 war die Innenerneuerung; neue Emporen und neues Gestühl wurden eingebaut, der Fußboden tiefer gelegt und der Haupteingang verlegt. Bei den Ausgrabungsarbeiten im Jahre 1934 wurden unter dem Altarplatz 3 Grüfte freigelegt. Man fand darin Waffen und Schmuckstücke vor, deren Alter nach Sachverständigenurteil auf über 300 Jahre angenommen werden kann. Die Gegenstände befinden sich zur Untersuchung im Museum für Stadtgeschichte in Chemnitz. Das Museum hat weiter gegen vertragliche Sicherung eine Marien-Figur und zwei Apostel-Figuren überlassen erhalten. Die Figuren sind zum Teil beschädigt, ihr Alter ist nicht einwandfrei festzustellen; sie stammen vermutlich aus dem 15. oder 16. Jahrhundert. (Anm.: Heute befinden sich die Fundstücke und Figuren im Schloßbergmuseum). 1955 konnten die Glocken wieder geweiht werden. Die drei vorher in der Kirche befindlichen Glocken (die Älteste aus dem Jahre 1631) waren der Kriegsrüstung zum Opfer gefallen.

1997 wurde die Mende-Orgel zuletzt restauriert und am 1. Advent des Jahres geweiht. Knapp drei Monate dauerte die Restaurierung: vom Holzwurm zerfressene Pfeifen wurden erneuert, viele Kleinteile ersetzt und die Orgel mit einem neuen, wie ursprünglich schon von Mende verwendeten Register versehen. Die Orgel besitzt 29 Prospektpfeifen aus Zinn, die alle im Original erhalten sind. Heute gibt es in Sachsen nur noch sieben von ursprünglich 23 Mende-Orgeln.